Schüssler-Salze – Biochemische Unterstützung für Gesundheit und Wohlbefinden
- HP Burkhard Schroeder

- 4. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Was sind Schüssler-Salze?
Schüßler-Salze gehören zu den bekanntesten Verfahren der naturheilkundlichen Biochemie. Sie wurden im 19. Jahrhundert vom Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler entwickelt. Seine Theorie basierte auf der Annahme, dass viele gesundheitliche Beschwerden mit einem Ungleichgewicht bestimmter Mineralstoffe auf zellulärer Ebene zusammenhängen können.
Schüssler-Salze sollen den Organismus dabei unterstützen, Mineralstoffe besser aufzunehmen und zu verwerten. Im Gegensatz zu klassischen Mineralstoffpräparaten werden sie in potenzierter Form verabreicht und sollen regulierende Impulse für die körpereigenen Stoffwechselprozesse setzen.
Heute werden Schüssler-Salze von vielen Menschen als sanfte Ergänzung zu einer gesundheitsbewussten Lebensweise genutzt.
Die 12 Basissalze im Überblick
Die klassische Schüssler-Therapie umfasst zwölf Mineralsalze, denen unterschiedliche Aufgaben im Organismus zugeschrieben werden:
· Nr. 1 Calcium fluoratum – Bindegewebe, Haut und Elastizität
· Nr. 2 Calcium phosphoricum – Knochen, Zähne und Wachstum
· Nr. 3 Ferrum phosphoricum – Immunsystem und Entzündungsregulation
· Nr. 4 Kalium chloratum – Schleimhäute und Atemwege
· Nr. 5 Kalium phosphoricum – Nerven, Konzentration und Energie
· Nr. 6 Kalium sulfuricum – Regeneration und Stoffwechsel
· Nr. 7 Magnesium phosphoricum – Muskeln, Krämpfe und Entspannung
· Nr. 8 Natrium chloratum – Flüssigkeitshaushalt
· Nr. 9 Natrium phosphoricum – Säure-Basen-Gleichgewicht
· Nr. 10 Natrium sulfuricum – Ausscheidung und Entlastung
· Nr. 11 Silicea – Haut, Haare und Nägel
· Nr. 12 Calcium sulfuricum – Regeneration von Gewebe
Anwendungsgebiete in der Naturheilpraxis
Schüssler-Salze werden traditionell bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt. Dazu gehören unter anderem:
Erschöpfung und Stress
In Zeiten hoher Belastung greifen viele Therapeuten auf Kalium phosphoricum (Nr. 5) zurück. Es wird häufig als „Nervensalz“ bezeichnet und soll die geistige Leistungsfähigkeit unterstützen.
Infektanfälligkeit
Ferrum phosphoricum (Nr. 3) wird traditionell in frühen Stadien von Erkältungen oder bei erhöhter Infektanfälligkeit verwendet. Es gehört zu den bekanntesten Schüssler-Salzen überhaupt.
Muskelverspannungen und Krämpfe
Magnesium phosphoricum (Nr. 7) gilt als klassisches Salz für Muskulatur und Entspannung. Die sogenannte „Heiße Sieben“ wird von vielen Anwendern bei Verspannungen und Stress geschätzt. (Gern vor dem Schlaf)
Haut, Haare und Nägel
Silicea (Nr. 11) sowie Calcium fluoratum (Nr. 1) werden häufig zur Unterstützung von Hautstruktur, Bindegewebe und Nagelqualität eingesetzt.
Wie werden Schüssler-Salze eingenommen?
Die Salze werden meist in Tablettenform angeboten. Üblicherweise lässt man sie langsam im Mund zergehen, sodass die Aufnahme über die Mundschleimhaut erfolgen kann.
Die Dosierung richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild und sollte idealerweise in Absprache mit einem erfahrenen Therapeuten erfolgen. In naturheilkundlichen Praxen werden häufig auch individuelle Kombinationen mehrerer Salze eingesetzt.
Ein wichtiger Grundsatz der Schüssler-Therapie ist die Betrachtung des Menschen als Einheit von Körper, Geist und Stoffwechsel. Ziel ist nicht allein die Behandlung einzelner Symptome, sondern die Unterstützung der natürlichen Regulationsfähigkeit des Organismus.
In einer naturheilkundlichen Praxis werden Schüssler-Salze daher häufig mit weiteren Verfahren kombiniert, beispielsweise:

Wissenschaftliche Einordnung
Die Wirkungsweise der Schüssler-Salze wird in der Schulmedizin kontrovers diskutiert. Viele Anwender berichten jedoch von positiven Erfahrungen im Rahmen einer ganzheitlichen Gesundheitsbegleitung.
Schüssler-Salze sollten daher als ergänzender Bestandteil eines umfassenden Therapiekonzeptes betrachtet werden und ersetzen bei ernsthaften Erkrankungen keine ärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Fazit
Schüssler-Salze sind eine traditionsreiche Methode der Naturheilkunde, die darauf abzielt, die körpereigenen Regulations- und Selbstheilungskräfte zu unterstützen. Ob bei Stress, Erschöpfung, Muskelverspannungen oder zur Begleitung von Regenerationsprozessen – sie werden von vielen Menschen als sanfte und gut verträgliche Ergänzung genutzt.
Eine individuelle Beratung durch einen erfahrenen Heilpraktiker kann helfen, die passenden Schüssler-Salze für die persönliche Situation auszuwählen und sinnvoll in ein ganzheitliches Gesundheitskonzept einzubinden.



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